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Unternehmensdaten in Russland: DSGVO-Regeln

B2B-Kontaktdaten sind in Russland wie überall in der EU reguliert. Der Kauf ist nicht verboten, aber ab dem Zeitpunkt der Nutzung entstehen rechtliche Pflichten. Dies ist eine praktische Zusammenfassung, keine Rechtsberatung.

Unternehmensdaten und personenbezogene Daten sind nicht dasselbe

Eine allgemeine Firmenadresse wie info@ stellt keine personenbezogenen Daten dar. Die berufliche E-Mail-Adresse einer namentlich genannten Person hingegen schon. Da die meisten B2B-Datensätze beides enthalten, sollten Sie den Datensatz so behandeln, als enthielte er personenbezogene Daten, und entsprechend damit umgehen.

Sie benötigen eine Rechtsgrundlage

Für die B2B-Kontaktaufnahme berufen sich die meisten Absender auf das berechtigte Interesse: Sie können darlegen, warum der Empfänger vernünftigerweise eine relevante geschäftliche Nachricht von Ihnen erwarten kann. Dokumentieren Sie diese Begründung vor Ihrem ersten Versand schriftlich.

Marketing gegenüber Unternehmen unterliegt in Russland zudem nationalen Vorschriften für elektronische Kommunikation, die bei unaufgeforderten E-Mails strenger als die DSGVO sein können.

Was jede Nachricht enthalten muss

Unabhängig von Ihrer Rechtsgrundlage muss jede Nachricht transparent darlegen, wer schreibt, und eine unkomplizierte Abmeldung ermöglichen.

  • Ihr Unternehmen eindeutig identifizieren
  • Angeben, woher Sie die Kontaktdaten bezogen haben
  • In jeder Nachricht eine funktionierende Abmelde- oder Opt-out-Möglichkeit bereitstellen
  • Widersprüche und Löschanfragen unverzüglich umsetzen

Führen Sie Nachweise

Dokumentieren Sie die Quelle, das Datum und die Version der verwendeten Liste sowie Ihr Abmelde-Protokoll. Sollte sich jemand beschweren, dient dieser Nachweis Ihrer Absicherung.

Häufig gestellte Fragen

Darf ich Unternehmen in Russland ohne vorherige Einwilligung per E-Mail kontaktieren?
B2B-E-Mails sind auf Basis eines berechtigten Interesses grundsätzlich möglich, sofern die Nachricht für die berufliche Tätigkeit des Empfängers relevant ist und eine klare Opt-out-Möglichkeit enthält. Es gelten jedoch nationale Vorschriften für elektronisches Marketing, die strenger sein können.
Woher stammen die Daten für Russland?
Sie werden aus offiziellen Unternehmensregistern und öffentlichen Unternehmensquellen zusammengestellt und wöchentlich aktualisiert.
Was passiert, wenn jemand verlangt, gelöscht zu werden?
Entfernen Sie die Person umgehend aus Ihrem Verteiler und dokumentieren Sie die Anfrage.

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